Die gesetzliche Rente ist die Basis. Sie ist nicht der Plan.
Das gesetzliche Sicherungsniveau liegt bei rund 48 Prozent – gemessen am Durchschnittsentgelt nach 45 Beitragsjahren, vor Steuern. Vom eigenen letzten Netto bleibt in der Praxis meist deutlich weniger. Die Lücke ist keine Überraschung, sie steht jedes Jahr in der Renteninformation. Die Frage ist nur, mit welchen Bausteinen man sie schließt.
Drei Schichten, drei Logiken
Basis (gesetzlich, Rürup): steuerlich gefördert, unflexibel. Betrieblich und Riester: Zulagen und Arbeitgeberzuschuss, aber Regeln. Privat (Fondspolice, Depot, Immobilie): frei, dafür ohne Förderung. Kein Baustein ist per se besser – die Mischung muss zur Steuersituation passen.
Rechnen statt schätzen
Wir rechnen versicherungsmathematisch nach: Was kommt aus jedem bestehenden Vertrag realistisch heraus, was kostet die Lücke monatlich – heute, in fünf, in zehn Jahren? Erst dann ist eine Empfehlung mehr als ein Bauchgefühl.
Bestand prüfen
Alte Lebens- und Rentenversicherungen sind oft besser als ihr Ruf (Garantiezins) – oder schlechter (Kosten). Kündigen ist selten die beste Option; beitragsfrei stellen, verkaufen oder weiterführen sind die Alternativen, die man kennen sollte.
Was passiert mit den anderen, wenn Ihnen etwas passiert?
Die Witwen- oder Witwerrente ersetzt einen Bruchteil des Einkommens und setzt eine Ehe voraus. Für Partner ohne Trauschein gibt es nichts. Für Kinder gibt es Halbwaisenrente – kleiner, als die meisten glauben. Der Rest muss privat organisiert sein.
Risikolebensversicherung
Günstig, klar, ohne Sparanteil: eine feste Summe, wenn Sie sterben. Faustgröße drei bis fünf Jahresnettoeinkommen plus offene Kredite. Bei Paaren über Kreuz versichern – das spart im Erbfall Steuern.
Notfallordner
Wo liegen Verträge, Vollmachten, Zugangsdaten, wer ist zu informieren? Ein Ordner – digital in wecoya+you oder auf Papier –, den Ihre Familie im Ernstfall findet und versteht. Wir haben dafür eine Checkliste.
Vollmachten und Verfügungen
Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung. Ohne sie entscheidet im Zweifel ein Gericht, wer für Sie handelt – nicht Ihr Ehepartner. Wir erklären, wofür was gedacht ist; die rechtliche Gestaltung übernehmen Notar oder Anwalt.
Nachfolge – privat und im Unternehmen.
Wer ein Unternehmen, eine Praxis oder Immobilien besitzt, hat zwei Nachfolgefragen: die persönliche (Erbfolge, Freibeträge, Liquidität für Pflichtteile und Erbschaftsteuer) und die betriebliche (wer führt weiter, wie wird bezahlt, was passiert im plötzlichen Ausfall). Beide hängen zusammen, werden aber selten zusammen geplant. Wir bringen sie in eine Rechnung und holen für die rechtliche und steuerliche Gestaltung die Fachleute dazu.
Geregelt, bevor es jemand braucht.
Bringen Sie Ihre Renteninformation und bestehende Verträge mit. Wir rechnen die Lücke aus und sagen Ihnen, welche Bausteine sie tragen.
Im öffentlichen Dienst gelten eigene Regeln. Die Hinterbliebenenversorgung des Dienstherrn und die gesetzliche Witwenrente sind zwei verschiedene Systeme. Höhe, Anrechnung und Voraussetzungen unterscheiden sich, und bei der Pflege zählt der Beihilfesatz mit. Absicherung für Lehrkräfte und den öffentlichen Dienst