Ihr Werkzeug im Auto? Höchstwahrscheinlich nicht versichert.
Die Inhaltsversicherung deckt nur das Gebäude. Die Kfz-Kasko nur das Fahrzeug. Die Ladung dazwischen – Werkzeug, Material, Geräte – fällt fast immer durchs Raster. Genau diese Lücke kostet Betriebe jedes Jahr fünfstellig.
Zwei Policen. Ein blinder Fleck.
Die meisten Betriebe haben sowohl eine Inhalts- als auch eine Kfz-Versicherung. Beide klingen nach Rundum-Schutz – bis ein Schaden passiert. Genau im Übergang zwischen Lager und Einsatzort liegt eine Lücke, die fast nie geschlossen ist.
Greift ausschließlich am Versicherungsort.
✓ Werkstatt, Lager, Büro
✓ Einbruch ins Gebäude
✕ Sobald das Werkzeug im Auto liegt
Reguliert das Fahrzeug – nicht den Inhalt.
✓ Karosserie, Motor, Glas
✓ Diebstahl des Fahrzeugs
✕ Was im Laderaum liegt
Dienstag, 12:47 Uhr. Die Mittagspause kostet 18.400 Euro.
Ein Tag aus dem Leben eines Elektroinstallateurs – und warum eine halbe Stunde Pause das Geschäft für Wochen lahmlegen kann.
Beladen vor der Werkstatt
Diagnosegerät, neue Schaltschrank-Komponenten, kompletter Werkzeugsatz. Wert: rund 18.400 Euro. Alles im Transporter – wie jeden Morgen.
Erste Baustelle, Hinterhof
Verschlossen abgestellt, vorschriftsmäßig. Während der Arbeiten im 2. OG.
Imbiss um die Ecke. 25 Minuten weg.
Beim Zurückkommen: Schiebetür aufgehebelt. Werkzeug, Messgerät, Material – komplett weg. Die Polizei nimmt auf. Die Versicherungen melden sich.
Anruf bei der Inhaltsversicherung
„Tut uns leid – gilt nur am Versicherungsort.“
Anruf bei der Kfz-Kasko
„Wir regulieren die Schiebetür. Den Inhalt nicht.“ Schaden Tür: 1.100 Euro. Schaden Ladung: 0 Euro.
Drei Aufträge stehen still
Ersatzwerkzeug nicht lieferbar. Spezialgerät vier Wochen Lieferzeit. Kunden warten oder wandern ab.
- Werkzeug komplett
- 6.800 €
- Diagnose- und Messgerät
- 4.200 €
- Schaltschrank-Material (Projekt)
- 5.900 €
- Bergung und Aufräumkosten
- 1.500 €
- Ertragsausfall (3 Wochen)
- ~ 9.000 €
Mit Werkverkehrs-Police: vollständige Regulierung von Sach- und Bergungsschaden, Ertragsausfall optional über eine Haftzeit-Klausel – für einen Bruchteil dessen, was der Schaden gekostet hat.
Drei Szenarien. Drei sehr unterschiedliche Ausgänge.
Es ist nicht der spektakuläre Unfall, der Betriebe in Existenznöte bringt. Es sind die alltäglichen Situationen, in denen plötzlich klar wird, was die bestehenden Policen nicht abdecken.
Aufbruch in der Mittagspause
Transporter regulär verschlossen, 25 Minuten unbeaufsichtigt. Werkzeug und Messgeräte gestohlen. Ein klassischer Einbruchdiebstahl.
Mit Werkverkehrs-Police: vollständig reguliert.
Unfall mit Totalschaden an der Ladung
Auf nassem Laub die Kontrolle verloren. Fahrzeug gegen Mast – Ware zerquetscht, Spezialwerkzeug verbogen. Die Kasko reguliert das Auto.
Ladung, Bergung und Entsorgung gedeckt.
Nachtdiebstahl vor der Haustür
Der Mitarbeiter parkt den Firmenwagen abends zu Hause auf der Straße. Morgens: Fahrzeug weg. Die Standardpolice greift nachts oft nicht – und nicht am Wohnort des Mitarbeiters.
Nur mit Domizilklausel und Verzicht auf die Nachtzeitklausel.
Sobald Sie etwas im Auto haben, das Sie am nächsten Tag wieder brauchen.
Sachersatz. Bergung. Liquidität.
Eine moderne Autoinhalts-Police ersetzt nicht nur die Sache an sich. Sie schützt das, was den Betrieb am Laufen hält: Liquidität, Lieferfähigkeit, Termine. Neuwert bis zwei Jahre, Tagesmaximum möglich, Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit.
Hand-, Elektro- und Spezialwerkzeug.
Roh-, Bau- und Handelswaren.
Laser, Endoskop, Diagnose-PC – Sublimits prüfen.
Abtransport nach Unfall, Entsorgung auch bei Gefahrstoffen oder Verderb.
Tagessatz oder Mietwerkzeug, bis der Betrieb wieder läuft.
Beweislastumkehr – nicht Sie müssen beweisen, dass die Ursache versichert war.
Auch fremdes Eigentum in Ihrer Hand.
Eine Police zu haben heißt nicht, geschützt zu sein.
Fünf Stolperfallen, an denen Standardtarife regelmäßig scheitern. Genau hier trennt sich Marktstandard von gutem Schutz – und genau hier prüfen wir jede Police auf Bedingungsqualität.
Nachtzeitklausel
Zwischen 22 und 6 Uhr nur Schutz, wenn das Fahrzeug auf einem bewachten Parkplatz oder in einer verschlossenen Garage steht. In der Praxis fast nie der Fall.
Domizilklausel fehlt
Der Mitarbeiter parkt den Firmenwagen über Nacht zu Hause? Ohne Domizilklausel kein Schutz beim Diebstahl vor der Haustür – überlebenswichtig fürs Handwerk.
Vorabend-Beladung
Wer abends schon für die Frühschicht belädt, fällt aus der Klausel „unverzügliche Beförderung“ heraus. Schaden in der Nacht? Die Police schweigt.
Falsche Versicherungssumme
Standard ist die Einzeldeklaration je Fahrzeug. Laden Sie einmal mehr – etwa für ein Großprojekt – droht § 75 VVG: anteilige Kürzung im Schaden.
Personalwechsel
Üblich ist eine Vier-Wochen-Frist für betriebsfremdes Personal. Eine längere Krankheitsvertretung oder eine dauerhafte Aushilfe muss dem Versicherer gemeldet werden – sonst Gefahrerhöhung nach § 23 VVG.
Drei Sätze, die im Schadenfall richtig teuer werden.
Das deckt doch meine Inhaltsversicherung mit ab.Realität
Inhaltsversicherungen greifen ausschließlich am Versicherungsort – also im Gebäude. Sobald die Ware im Auto liegt, gilt sie als „in Bewegung“ und ist außerhalb des Geltungsbereichs.
Wofür habe ich denn die Vollkasko?Realität
Die Kasko ist eine Sachversicherung des Fahrzeugs. Sie reguliert Karosserie, Glas, Motor – nie aber das, was Sie transportieren. Auch nicht beim Diebstahl des Fahrzeugs samt Inhalt.
Bei mir wurde noch nie etwas geklaut.Realität
Aufbrüche von Handwerkerfahrzeugen gehören zu den am stärksten wachsenden Diebstahlsegmenten. Der Schaden liegt inklusive Ertragsausfall regelmäßig im fünfstelligen Bereich.
Schnellantworten, bevor Sie fragen.
Deckt das nicht meine Kfz-Versicherung mit ab?
Nein. Die Kfz-Kasko ist eine Sachversicherung des Fahrzeugs. Sie reguliert Schäden an Karosserie, Motor oder Glas – und in der Vollkasko auch den Diebstahl des Fahrzeugs selbst. Was darin transportiert wurde, ist nie Gegenstand der Kfz-Police.
Was kostet eine Werkverkehrs-Police?
Das hängt von Fahrzeugzahl, Ladungswert, Branche und Bedingungsqualität ab – eine seriöse Zahl gibt es dazu nicht vorab. Entscheidend ist das Rechenmodell: Tarife kalkulieren entweder nach Höchstladungswert je Fahrzeug oder – bei größeren Flotten – nach Jahresumsatz (Umsatzpolice). Wir vergleichen beide Modelle und legen Ihnen ein konkretes Angebot vor, keine Schätzung.
Sind auch teure Spezialwerkzeuge versichert?
Ja. Werkzeuge bis zwei Jahre Alter werden in der Regel zum Neuwert ersetzt, ältere zum Zeitwert (Beleg vorausgesetzt). Wichtig ist die Prüfung der Sublimits für mobile Elektronik – Laptops, Tablets, Diagnose-PCs sind in Standardtarifen oft auf 1.000 Euro gedeckelt.
Was passiert bei Diebstahl in der Nacht?
Hier wird es kritisch. Standardpolicen verlangen zwischen 22 und 6 Uhr einen bewachten Parkplatz oder eine verschlossene Garage. Bessere Tarife verzichten auf diese Klausel und ergänzen eine Domizilklausel – Schutz auch dann, wenn der Mitarbeiter den Wagen vor seiner Haustür parkt. Genau hier prüfen wir jede Police.
Wir transportieren auch mal Gerät für befreundete Betriebe – geht das?
Vorsicht. Werkverkehr setzt eigene Güter, eigene Fahrzeuge und eigenes Personal voraus. Sobald für Dritte transportiert wird – auch gegen Gefälligkeit mit Gegenleistung – verlassen Sie den Werkverkehr und brauchen eine Güterschaden-Haftpflicht (Frachtführerhaftpflicht). Liegt der wirtschaftliche Schwerpunkt im Transport, ist es Güterkraftverkehr nach § 3 GüKG. Wir klären das vorab.
Wie schnell bekomme ich ein Angebot?
Wir melden uns innerhalb eines Werktags mit konkreten Vorschlägen aus dem Marktvergleich. Im Schnitt steht die Police nach drei bis fünf Werktagen.
Wie hoch ist Ihr Risiko im Fahrzeug?
Wir prüfen Ihre bestehende Absicherung auf die Deckungslücke und holen ein konkretes Angebot – passend zu Branche, Fahrzeugen und tatsächlichem Ladungswert. Kostenfrei und unverbindlich.
Kein Versicherungsabschluss über diese Seite. Beratung nach §§ 60 ff. VVG, dokumentiert nach DIN 77235.
Das passt zu Werkverkehrs- und Autoinhaltsversicherung
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